Spielbericht

Spielstatistik

Datum

25.10.2020

Ergebnis

TSV Oberstaufen - SG Niedersont./Martinszell 4:3

Tore

 Thum Felix (70.min) (Vorlage: Linder Dominik)
 Thum Felix (72.min) (Vorlage: Jäck Robert)
 Linder Dominik (75.min) (Vorlage: Kiesel Florian)

Gelbe Karten

 Durach Kilian (79.min)
 Linder Dominik (92.min)

Gelb-Rote Karten

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Rote Karten

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Zum Abschluss der englischen Woche ging es für die SG Niedersonthofen/Martinszell am 2. Spieltag des Ligapokals nach Oberstaufen.

Die Nisos kamen schlecht in die Partie, hatten vielleicht noch etwas die Müdigkeit vom Pokalfight am Donnerstag in den Beinen und waren zu Beginn eigentlich fast nur mit Verteidigen beschäftigt. Dementsprechend verdient gingen die Hausherren bereits nach 8 Minuten in Führung, als Sebastian Lingg nach einem Pass durch die Schnittstelle der Viererkette allein vor Ferdi Leimgruber diesem keine Chance ließ. Nach etwa 20 Minuten berappelten sich die Nisoboys nach und nach, spielten geordneter nach vorn und kamen nun vor allem per Kopf zu diversen guten Chancen. Bei den Kopfbällen von Dominik Linder und Lukas Mayr war jedoch Keeper Abler glänzend zur Stelle, Robert Jäck setzte seinen an die Latte, den „Rebound“ hätte Dome Linder eigentlich nur noch aus 2 Metern über die Linie drücken müssen, schaffte es jedoch irgendwie, am Ball vorbeizustochern. Genau in diese starke Phase der Gäste hinein gelang dem TSV in der 39. Minute das 2:0: Nach einem Fehlpass im Spielaufbau war die Niso-Defensive noch ungeordnet, die Gastgeber schalteten blitzschnell. Den Torabschluss von A.Fink konnte Ferdl Leimgruber noch parieren, Sebastian „Sesam“ Lingg staubte aber zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag ab.

Die Jungs vom Nisobeach schüttelten sich in der Halbzeit kurz und nahmen dann den Kampf wieder auf. Einen drastischen Wendepunkt erfuhr die Partie in Minute 59, als sich Spielertrainer Felix Thum einwechselte, denn „Vanthum“ kam, sah und siegte. Zunächst schob er in der 70. Minute nach einem Patzer von TSV-Schlussmann Abler die Kugel über die Linie, 2 Minuten später versenkte er eine Robi-Jäck-Flanke per Kopf zum Ausgleich. Die SG blieb dran und verpasste dem taumelnden Gegner weitere 3 Minuten später gleich den nächsten Schlag. Dominik Linder köpfte eine Flanke von Florian Kiesel, die sich Zeugenaussagen zufolge während ihrer Flugbahn deutlich im Aus befunden hatte, am zweiten Pfosten zum 3:2-Führungstreffer ein. Seinen Soll erfüllt ging der schon vorher angeschlagene Thum kurz darauf mit einer persönlichen Bilanz von 3:0 wieder vom Platz. Seine Schützlinge verteidigten in der Folge mit Hingabe und Erfolg, einzig die bessere Nutzung der sich nun offensiv bietenden Räume ließ zu wünschen übrig. So blieb die Partie offen, die Staufner gaben nicht auf und so kam Liga-Toptorjäger A.Fink in der 3. Minute der Nachspielzeit doch noch zu seinem Torerfolg, eine unglücklich verlängerte Flanke bekam er irgendwie über die Linie gedrückt. Beim Wiederanstoß wurde noch eine Minute Spielzeit angezeigt und nun mussten die Nisoboys erfahren, wie sich der FC Bayern am 26. Mai 1999 ungefähr gefühlt haben muss. Einen Freistoß von der Mittellinie wehrte Ferdi Leimguber mit den Fäusten ab, da er hierbei allerdings eigentlich klar im 5-Meter-Raum angegangen wurde, geriet diese Abwehr zu kurz, außerdem lag er dadurch kurz, aber entscheidend am Boden. Marian Lingg brachte den Abpraller hoch aufs Tor, wo Christoph Kiesel auf der Linie im Luftkampf mit Michael Rüscher den Einschlag nicht mehr verhindern konnte.

Die Nisoboys versandeln somit innerhalb von 4 Tagen 5 Punkte in der Nachspielzeit und dürfen sich in den verbleibenden 4 Gruppenspielen kaum noch Ausrutscher erlauben, wenn sie noch unter die ersten 4 von 7 und somit weiter kommen will ins Achtelfinale des Ligapokals, an dessen Fortsetzung angesichts der aktuellen Lage allerdings gezweifelt werden darf.